so urteilen die medien über uns...
Mainpost KNETZGAU (GL) Die
"Rolling Dancers" demonstrierten dass auch das Leben im Rollstuhl
schön sein kann. Für ihre Aufführung erhielten sie große
Anerkennung und viel Applaus.Als besonderen Höhepunkt hatten die Veranstalter
die "Rolling Dancers" eingeladen, deren Vorführung mit viel
Beifall bedacht wurde. Die "Rolling Dancers" waren die besondere
Attraktion beim diesjährigen Caritasball. Das Ehepaar Annemarie und Ludwig
Kess aus Osterhofen in Niederbayern ist durch Kinderlähmung gehbehindert.
Bei einem Übungsleiterkurs für Behindertensport kamen sie auf dieIdee,
eine Tanzvorführung mit dem Rollstuhl einzustudieren.
Seit etwa fünf Jahren treten sie damit auf. Sehr viel Arbeit und
ein großes Maß an Planung und Überlegung steckt in den Figuren.
Grundsätzlich, so meint Ludwig Kess, kann man mit dem Rollstuhl alles
machen - nur eben anders. Der "Duo-Dance", also der Tanz von zwei
Rollstuhlfahrern, ist in Deutschland nicht anerkannt wie in Holland oder Skandinavien.
Bei uns setzt man auf die Kombi-Tänzer aus Fußgänger und
Rollstuhlfahrer, weil man damit die Integration der Behinderten
zu fördern glaubt. Wer nicht auf den Rollstuhl angewiesen ist,
macht sich kaum Gedanken über den Weg, den er gehen will.
Wer aber im Rollstuhl sitzt, muss genau wissen, wo Treppen und
enge Türen sind. Das fördere die geistige Beweglichkeit enorm.
Das Publikum in Knetzgau reagierte wie das Publikum überall.
Die anfängliche Ruhe im Saal ließ spüren, wie die Leute
überlegten, was da wohl auf sie zukomme. Kaum aber waren

die ersten Figuren getanzt, wurde mitgeklatscht und der
tosende
Beifall am Ende der Show zeigte neben der Begeisterung auch
Anerkennung für die Leistung. So haben die "Rolling Dancers"
auch in Knetzgau wieder etwas von dem vermittelt, was ihr
Anliegen ist und was sie zwischen Schweiz und
Norddeutschland schon so oft vermittelt haben: Die
Nichtbehinderten denken darüber nach, dass Rollstuhlfahrer
auch "ganz normale Menschen sind", die Freude am Leben
haben. Den vielen anderen "Rollis" haben sie Mut gemacht,
aktiv zu werden und sich in sportlicher Leistung selbst mehr
Selbstvertrauen und Lebensfreude zu verschaffen.